Drei baden-württembergische Kanuten auf dem Weg nach Rio

03. Mai 2016:

Es war nicht nur eine physische, sondern in hohem Maße eine psychische Höchstleistung, was Verena Hantl, Sabine Volz und Max Lemke bei der nationalen Qualifikation am Wochenende in Duisburg abgeliefert haben. Die drei baden-württembergischen Kanuten zeigten hervorragende Leistungen und sind den nächsten Schritt in Richtung Rio gegangen.

Verena Hantl (Karlsruhe) siegte im Einerkajak über 500 Meter und sicherte sich damit den Platz im World-Cup-Team: „Ich bin super zufrieden und mir ist nach den 500m echt ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich es nochmals allen gezeigt habe.“ Um das Ticket für Rio zu lösen, muss Hantl nun noch einen internationalen Leistungsnachweis beim World Cup in Duisburg (20.-22.Mai) und Racice (27.-29. Mai) erbringen. „Das ist keine einfache Aufgabe. In Duisburg werden nur die Kleinboote, also Einer- und Zweierkajak, besetzt. Das beste deutsche Boot qualifiziert sich, wenn es unter den besten drei platziert ist oder nicht mehr als 1,5% hinter der Siegleistung ins Ziel kommt. Verena kann sich im Einerkajak beweisen, dies ist für sie mit Sicherheit ein Vorteil, da sie nur auf sich selbst angewiesen ist“, erklärt Trainer Detlef Hofmann die Qualifikationskriterien des Deutschen Kanu-Verbands.

Sogar noch eine Hürde mehr haben die Sprinter Sabine Volz und Max Lemke (Mannheim) zu bewältigen. Nach ihren Siegen in der Sprintrangliste vertreten sie Deutschland beim europäischen Olympia-Qualifikationswettkampf und versuchen dort weitere Quotenplätze für das deutsche Team zu erkämpfen. Gelingt ihnen dies, müssen sie ebenfalls wie Hantl den internationalen Nachweis bei den World Cups mit Rang eins bis drei oder nicht schlechter als 1,5% zur Siegzeit sein, um für die Olympischen Spiele nominiert zu werden.

 


 



WM-Bronze für Verena Hantl

24. August 2015: Bei der Kanu-Weltmeisterschaft in Mailand/Italien gingen fünf Athleten aus Baden-Württemberg an den Start. Die Karlsruherin Verena Hantl gewann im Viererkajak die Bronzemedaille. Sabine Volz, ebenfalls aus Karlsruhe sicherte im Einerkajak über 200 Meter den Quotenplatz für Olympia.

Der zum letzten Jahr unveränderte Viererkajak mit Verena Hantl, Franziska Weber, Conny Waßmuth (beide Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) bestritten das 500m-Finale in der gewohnten Taktik, sich auf der Strecke die letzten Kräfte für den Endspurt aufzuheben. 
Diese Vorgabe ging voll auf und so sicherte sich das deutsche Boot mit einem grandiosen Schlussspurt den dritten Platz vor Polen. Verena Hantl strahlte nach dem Rennen: „Für uns war es ein sehr gutes Rennen und wir sind glücklich, dass wir die Polinnen noch gekriegt und die Medaille erkämpft haben.“ Weißrussland lies sich, trotz eines starken Rennens der Ungarinnen den WM-Titel nicht streitig machen.

Sabine Volz fährt knapp an Quotenplatz vorbei
Die beste deutsche Sprinterin hatte in Mailand die schwierigste Aufgabe. Sabine Volz sollte für den fünften Olympia-Quotenplatz bei den Frauen sorgen. 49 Starterinnen stellten sich dem Wettkampf im Einerkajak über 200 Meter. Durch ein „nicht ideales Rennen“ im Vorlauf wurde der 24-Jährigen das schwerste Semifinale zugeteilt. In jedem anderen Halbfinale wäre sie mit ihrem couragierten Rennen ins A-Finale gefahren, in ihrem reichte es wegen der Winzigkeit von drei hundertstel Sekunden nicht.
Das B-Finale beendete Sabine Volz dann als Viertplatzierte. „Das Rennen war ganz okay aber ich hätte mich gerne mit einem Sieg aus Mailand verabschiedet“, fasste die Studentin der Fitnessökonomie das Abschneiden nach dem Wettkampf etwas zerknirscht zusammen. Den Quotenplatz kann Volz im Frühjahr 2016 bei der europäischen Qualifikationsregatta in Duisburg noch erkämpfen.

Der Viererkajak der Herren mit dem Wahl-Mannheimer Felix Landes, Martin Schubert (Friedrichshafen), David Schmude und Kai Spenner (beide Essen) wollten ebenfalls Quotenplätze für den Verband sichern. Doch die junge Mannschaft musste bei der Weltmeisterschaft den erfahreneren Booten den Vortritt lassen. Der deutsche Vierer verfehlte knapp das A-Finale, ging dann zwar als Sieger des B-Finales hervor, aber die wichtigen Quotenplätze wurden dadurch nicht gesichert.

Für Canadierfahrerin Cathrin Dürr ging es in Mailand nicht um Quotenplätze, da der Damencanadier noch nicht in Rio im Olympischen Programm sein wird. Sie erkämpfte sich im C1 über 200m den achten Platz im B-Finale.

Eigentlich hätte Max Lemke das deutsche Team im Sprinteiner verstärken sollen, allerdings fiel er kurzfristig krankheitsbedingt aus und konnte nicht mit nach Mailand reisen. Er wird, wie Sabine Volz, bei konstanter Leistung im Frühjahr 2016 die Chance auf eine Nachqualifikation erhalten.

 


 



Juniorinnen Hofmann und Schmidt mit Sensationsbronze

28. Juli 2015: Die Junioren und U23-Weltmeisterschaften im portugiesischen Montemor brachte den Rheinbrüder Karlsruhe eine überraschende Bronzemedaille.
Der Viererkajak der Juniorinnen mit der Karlsruher Schlagfrau Carola Schmidt, der Potsdamer Sprinterin Clara Thieme, dem Team-Küken Katinka Hofmann von den Rheinbrüdern und der Magdeburgerin Julia Hergert wuchsen im Finale über sich hinaus. Eine Mittelfeldplatzierung wurde von einem der jüngsten Besatzungen im Finalfeld erwartet, dass es am Ende zu Bronze reichte, konnten die vier Damen im Ziel kaum glauben. 



Carola Schmidt schrie ihre Freude nach der Ziellinie in den blauen Himmel über der Regattastrecke. An Land fehlte es der Crew an Worten. „Wir haben nie damit gerechnet. Es ist einfach unglaublich“, waren die einzigen Sätze welche die 18-jährige Abiturientin des Otto-Hahn-Gymnasiums direkt nach dem Rennen fand. „Das war fast ein Bilderbuchrennen, was die Mädels hier gefahren haben. Meinen Glückwunsch an die Vier und an ihre Trainerin Tina Schmidt. Sie hat die Mannschaft hervorragend eingestimmt“, freute sich Nachwuchs-Chefbundestrainer Detlef Hofmann.

Zum Erfolgstrainer des deutschen Teams avancierte der Karlsruher Stützpunkttrainer Ralf Straub. Nachdem er am ersten Finaltag die U23-Damen im Viererkajak über 500 Meter zum Weltmeistertitel coachte, gelang dem ebenfalls von ihm trainierten Zweierkajak über 500 Meter, in der Besetzung Sabrina Hering (Hannover) und Steffi Kriegerstein (Dresden) die Verteidigung ihres U23-WM-Titels aus dem Vorjahr. „Zweimal Gold das ist schon überragend. Es freut mich vor allem, dass mich der Sieg im Viererkajak in meiner Entscheidung, Jasmin Fritz als Schlagfrau in den Viererkajak zu nehmen, bestätigt“, so Straub nach dem Wettkampf überglücklich.

Ihren zweiten WM-Einsatz hatte sich Carola Schmidt im Einerkajak-Finale über 500 Meter etwas anders vorgestellt. „Ich hätte das Rennen von der Geschwindigkeit durchfahren können und dass die Ungarin neben mir vorausfahren wird war mir klar aber am Ende habe ich dann die Wellen von ihr bekommen. Dann war es gelaufen“, haderte sie noch lange nach dem Rennen mit sich und ihrer Aufgabe 50 Meter vor dem Schluss.

Yannik Pflugfelder ebenfalls am OSP MRN betreut, fuhr in einem engagierten Rennen als Schlagmann des Junioren 1.000m-Viererkajaks mit Tamas Gecsö, Jonas Dräger und Jacob Schopf auf den 4. Platz.

Detlef Hofmann konnte in seiner Funktion als Stützpunktleiter Karlsruhe/Mannheim eine positive Bilanz ziehen: „Wir sind mit zwei Athleten angereist und beide nehmen eine Medaille mit nach Hause. Das ist eine 100% Ausbeute die einem nicht so oft gelingt!“ Die Premiere als Nachwuchs-Chefbundestrainer brachte für Hofmann die Erkenntnis, „dass es einige positive Überraschungen gab, einige zu erwartende Medaillen gewonnen wurden aber, dass es in manchen Bereichen auch Lücken zur Weltspitze gibt, die wir nun wieder versuchen müssen zu schließen!“ 


 



Verena Hantl versilbert Europaspiele

18. Juni 2015: Die Europaspiele im aserbaidschanischen Baku sind noch voll in Gang, da sind die Kanutinnen des Team Rio MRN bereits mit vielen positiven Eindrücken zurück in der Heimat.

Der sportliche Wert der Veranstaltung, die von den europäischen Olympia Komitees ausgerichtet wird, steht bei vielen Sportarten in Frage. Die Kanuten haben die Europaspiele, trotz Kritik am Zeitpunkt, ernst genommen und so kam es in Mingachevir, das knapp 300 Kilometer westlich von Baku liegt, quasi zur Neuauflage der im Mai ausgetragenen Europameisterschaften.

Mit einer Silbermedaille und drei TopTen-Platzierungen im Gepäck stiegen Verena Hantl und Sabine Volz am Mittwoch in Frankfurt aus dem Flieger. Verena Hantl gewann in „einem der schönsten Rennen, die wir jemals gefahren sind“, die Silbermedaille im Viererkajak über 500 Meter mit Franziska Weber, Conny Waßmuth (beide Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig). Dabei musste sich das deutsche Damen-Quartett nur den Ungarinnen geschlagen geben und konnte die hoch gehandelten Polinnen auf Distanz halten. Im Einerkajak über 500 Meter entschied Hantl das B-Finale für sich: „Das war ein versöhnlicher Abschluss, denn ich wusste, dass ich mehr drauf habe, als das was ich im Semifinale gezeigt habe!“ Das ihre Zeit im A- Finale für einen siebten Platz gereicht hätte, stimmte sie zudem positiv. „Ich weiß, dass man die Zeiten von den beiden Finalen nicht vergleichen darf aber für das Ego ist es trotzdem gut!“

Sabine Volz fährt persönliche Bestzeit
Sabine Volz lies im 200 Meter-Semifinale ihr ganzes Können aufblitzen. Mit 39,736 Sekunden stellte die 24-jährige Sprinterin eine neue persönliche Bestzeit auf. „Auch wenn der Wind sicherlich geholfen hat, war es meine schnellste Zeit die ich je gefahren bin!“, freute sie sich nach dem Rennen. Diese positive Stimmung wollte sie mit ins Finale nehmen und liebäugelte damit etwas näher an die Spitzenpositionen ranzufahren. Doch im Finalrennen fand Sabine einfach nicht ins Rennen und belegte den achten Platz. „Es lief heute einfach schlecht!“, bilanzierte sie nach dem Rennen enttäuscht und lies sich auch nicht damit trösten, dass sie bis kurz vor Schluss mit dem gesamten Feld um den vierten Platz stritt. Im Zweierkajak-Rennen, das bereits 35 Minuten nach dem Einer-Finale stattfand, erreichte Volz zusammen mit Conny Waßmuth den siebten Platz. Ihr Heimtrainer und Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann verstand die Enttäuschung nicht so richtig: „Sabine ist ein tolles Semifinale mit neuer persönlicher Bestzeit gefahren und hat sich schon im zweiten Jahr in Folge für die Finals der Weltspitze qualifiziert. Im Endlauf war leichter Gegenwind, der den anderen Sportlerinnen, die auch alle deutlich schwerer sind als sie, sicher geholfen hat. Sie war bis 50 Meter vor dem Ziel in Tuchfühlung zur Bronzemedaille. Da muss man nicht enttäuscht sein, sondern darf sich über die Konstanz in der Weltspitze freuen!“

Europaspiele sorgen für Motivationsschub
Bei den Europaspielen haben die beiden Karlsruher Olympiahoffnungen aber nicht nur sportliche Erlebnisse, sondern auch viele Eindrücke aus dem Athletendorf in Baku gesammelt. „Wir waren vor den Wettkämpfen eine Nacht im Athletendorf und konnten das Feeling genießen. Wir waren total aufgedreht und glücklich, dass wir das alles sehen und erleben durften“, berichteten Beide und zeigten sich über die Größe und das Angebot wie zum Beispiel die Mensa, die rund um die Uhr geöffnet hatte beeindruckt. Die Einblicke ins Athletendorf verstärken jedenfalls ihren Wunsch nach der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. „Ich hab sofort gedacht, dass ich alles daran setzen möchte, um dieses besondere Gefühl im nächsten Jahr nochmals erleben zu dürfen!“, brachte Verena Hantl den Motivationsschub auf den Punkt.

Max Lemke mit Achtungserfolgt
Im letzten Jahr wurde Max Lemke Junioren-Weltmeister im Zweierkajak über 1.000 Meter und holte WM-Bronze im Einerkajak über 200 Meter. Nun im ersten Jahr in der Leistungsklasse hat er sich auf die 200 Meter Sprintdisziplin spezialisiert. Schon zum Saisonbeginn wurde deutlich, dass die Spezialisierung geglückt war. Hinter den Routines und WM-Medaillengewinnern Ronald Rauhe und Tim Liebscher sicherte sich der 18-Jährige Mannheimer im nationalen Ausscheid den dritten Platz und damit auch das Ticket für Baku. Bei den Europaspielen zeigte Max Lemke nun abermals, dass er vor großen Namen keine Angst hat und erreichte in einem topp besetzten Sprintfeld im Einerkajak über 200 Meter den 13. Platz.

 


 



Deutscher Kanuverband (DKV) ordnet sein Trainerteam neu

20. September 2014: Der Karlsruher Detlef Hofmann wird neuer Cheftrainer Nachwuchs

Nach dem Abschneiden der Kanu-Rennsport Nationalmannschaft bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Moskau hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) sein Trainerteam für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro und den damit verbundenen Kampf um die Quotenplätze im nächsten Jahr in Mailand neu geordnet.

Nach der Analyse im Trainerteam und den wissenschaftlichen Betreuern sagte Präsident Thomas Konietzko: "Natürlich war das Ergebnis in Moskau außerhalb unserer Erwartungen, aber die weiteren Finalplatzierungen können nach unserer Analyse wieder in Medaillen umgewandelt werden. Die Änderungen im Trainerteam sollen zu einer weiteren Konzentration und Anbindung der Athleten an starke und kompetente Betreuerteams führen.“

Neuer Disziplintrainer im Bereich der Kajak Damen ist Kay Vesely, bisher für einen Teil der Canadiermannschaft zuständig. Ralf Welke übernimmt die komplette Disziplingruppe Canadier. Der bisherige Bundestrainer Sprint Arndt Hanisch übernimmt die komplette Disziplingruppe Kajak Herren und bekommt einen noch zu benennenden Assistenztrainer zur Seite gestellt. Cheftrainer der Kanu-Rennsport A-Nationalmannschaft bleibt Reiner Kießler.

Weitaus kritischer als das Abschneiden bei der WM sieht der DKV die Situation im Nachwuchs. Nach den unbefriedigenden Ergebnissen im Nachwuchsbereich wurde das Trainerteam um die Stelle eines Cheftrainers Nachwuchs erweitert. Die Zuordnung zusätzlicher Kompetenzen für eine qualitative Verbesserung des Nachwuchstrainings, des Sichtungsystems sowie für eine bessere Talentförderung soll den Nachwuchs zurück an die Weltspitze führen. Diese Stelle wird von Detlef Hofmann, bisher Bundestrainer Kajak Herren, übernommen.
Sportdirektor Dr. Jens Kahl erläutert dazu: "Die Lösung des Nachwuchsproblems in den nächsten fünf Jahren wird darüber entscheiden, ob wir in der Zukunft noch wettbewerbsfähig sein werden. Für die Lösung unserer Nachwuchsprobleme kann ich mir keinen kompetenteren als Detlef Hofmann vorstellen. In seiner Arbeit am Bundesdtützpunkt Karlsruhe hat er geeignete Lösungswege der Talententeicklung aufgezeigt, die es gilt, in andere Regionen modifiziert zu übertragen."

Mit der jetzt beschlossenen Neuaufstellung des Trainerteams wurde die Basis geschaffen, möglichst schon zur WM 2015 in Mailand die nötigen Quotenplätze für Rio einzufahren.

Mit der Aufwertung der Position des Cheftrainers Nachwuchs erhofft sich der DKV, die erkannten strukturellen Probleme im Nachwuchsbereich zu lösen und junge Talente wieder in größerer Zahl in die Weltspitze zu führen.

Quelle: DKV


 



Drei Nachwuchs-Kanu-Weltmeister

28. Juli 2014: Sabrina Hering gewinnt den U23 Weltmeistertitel
Bei den Junioren und U23 Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged durften sich die Rheinbrüder Karlsruhe über zwei Weltmeistertitel freuen. Die amtierenden U23- & Junioren-Europameister Sabrina Hering und Marc Poth konnten auch bei den Welttitelkämpfen die Konkurrenz hinter sich lassen und steuerten damit dem Deutschen Kanuverband die einzigen beiden Titel bei.

Sabrina Hering und Steffi Kriegerstein (Dresden) erkämpften sich im letzten Rennen der Weltmeisterschaft bei perfekten Bedingungen – glattem Wasser und Sonnenschein – den Titel bei den U23 Damen über 500 Meter. „Ich war so aufgeregt. Ich konnte die Nacht schon gar nicht mehr richtig schlafen.“, erzählte die überglückliche Sabrina Hering nach dem Rennen. Das Rennen selbst hat sie fast nicht wahrgenommen: „Keine Ahnung wie wir am Start lagen. Ich habe eigentlich schon am Start nichts mehr gesehen und nur nach dem Motto: Augen zu und durch gehandelt. Ich habe mir Mühe gegeben, dass wir die zweite Hälfte Gas geben, wo wir wissen dass da die Russen immer kommen und wir haben es geschafft. Eine ganze Länge hatten wir am Ende glaube ich Vorsprung!“ Die zweitplatzierten Russinnen Elena Anyshina und Kira Stepanova kamen bei der Europameisterschaft vergangene Woche in Brandenburg auf den vierten Rang, um so höher ist dieser Sieg vom deutschen Duo einzuordnen. Dritter wurden in diesem Rennen der ungarische Zweierkajak mit Anett Szilagyi und Fanni Siman.
Detlef Hofmann, Cheftrainer der Rheinbrüder, schickte aus der Heimat die besten Glückwünsche: „Das ist der absolute Hammer innerhalb von vier Wochen drei super Rennen zu fahren. Das zeigt die gute Harmonie im Boot.“  

Marc Poth und Max Lemke wurden Weltmeister bei den Junioren
Ebenso wie Hering reist der Karlsruher Marc Poth mit der Goldmedaille im Gepäck zurück in den Rheinhafen. Gemeinsam mit seinem Mannheimer Partner Max Lemke zeigten die beiden Junioren im Zweierkajak über 1.000 Meter ein engagiertes Rennen welches sie vom Start weg anführten und am Ende knapp vor dem tschechischen Zweier und den Russen gewannen. Auf eine mögliche Renntaktikänderung angesprochen meinte Marc Poth nach der Siegerehrung verschmitzt: „Anders sind wir das Finale eigentlich nicht gefahren. Wir sind nur hintenraus dieses Mal ein bisschen mehr gestorben!“ Ralf Straub Juniorentrainer der Rheinbrüder freute sich mit seinem Schützling: „Die Jungs sind super gefahren. Am Ende wurde es noch ein bisschen knapp aber danach fragt später keiner mehr!“

Für Kimberley Schenk endeten die Weltmeisterschaften mit einem guten 5. Platz im Viererkajak. Mit dessen Rennverlauf die Gymnasiastin zwar zufrieden war, „allerdings nicht mit dem Ergebnis. Wir hätten schon gerne eine Medaille gehabt!“ Im Zweierkajak erreichte sie mit der Essenerin Katharina Köther den 8. Platz.
Mit dem 3. B-Finalplatz im Einerkajak über 1.000 Meter, sowie dem 4. B-Finaleplatz im Viererkajak über die gleiche Distanz verabschiedet sich Fabio Zetzmann  von der Junioren-WM.
Der Mannheimer Felix Landes erkämpfte sich im Viererkajak der U23 über 1.000 Meter den 4. Platz.

 


 



Elf Kanuten & Kanutinnen für Nationalmannschaft qualifiziert

05. Mai 2014: Am Wochenende fand in Duisburg die abschließende Qualifikation für die Junioren-, U23- und A-Nationalmannschaft der Kanurennsportler statt.

Die Athleten des Stützpunkts Mannheim/Karlsruhe präsentierten sich in einer bestechenden Verfassung. Mit Siegleistungen von Verena Hantl, Cathrin Dürr, Kimberley Schenk, Max Lemke und Fabio Zetzmann setzen die badischen Kanuten große Ausrufezeichen. Insgesamt konnten sich elf Atlehten für die Nationalmannschaften qualifizieren.

A-Nationalmannschaft (4):

Kajak: Verena Hantl, Sabrina Hering & Sabine Volz

Canadier: Cathrin Dürr

U23-Nationalmannschaft (1):

Kajak: Felix Landes

Junioren Nationalmannschaft (6):

Kajak: Kimberley Schenk, Larissa Schilde, Max Lemke, Tim Müller, Marc Poth & Fabio Zetzmann

Olympiasiegerin Carolin Leonhardt konnte verletzungsbedingt nicht an den Qualifikationswettkämpfen teilnehmen.

 


 



Hantl & Leonhardt mit Vize-WM-Titel

02. September 2013:
Die Kanurennsport Weltmeisterschaften auf der Wedau in Duisburg waren in jeder Hinsicht ein grandioser Erfolg für den Deutschen Kanusport. Die deutsche Teambilanz übertraf mit 9 x Gold, 6 x Silber und 3 x Bronze alle Erwartungen.
Vom Olympiasstützpunkt Rhein-Neckar sicherte sich die Mannheimerin Carolin Leonhardt den Vize-Weltmeisterttitel im Zweierkajak mit Conny Waßmuth (Potsdam) über 1.000 Meter. Gleich als zweifache Vize-Weltmeisterin kehrt Verena Hantl (Karlsruhe) von ihrer ersten Weltmeisterschaft zurück.
 
Verena Hantl zeigte bei ihrer Weltmeisterschaftpremiere im Einerkajakwettkampf über 1.000 Meter nicht nur einen ganz hervorragenden Finallauf, sondern behielt auch im Semifinale - als ihr die spätere Weltmeisterin Erika Medveczky aus Ungarn deutlich davon fuhr - die Nerven und sparte sich sogar noch Kräfte in dem sie das Rennen kontrolliert als Zweitplatzierte beendete.
Ein Zeichen ihrer Verbundenheit und Dankbarkeit an ihren Heimverein, die Rheinbrüder Karlsruhe, wurde in einem Interview deutlich: „Im Finale habe ich eine andere Taktik gewählt, da bin ich voll raus gefahren und am Ende haben mich die Karlsruher Fans ins Ziel geschrien. Deshalb gehört ein Stück der Medaille auf alle Fälle den mitgereisten Fans!“
Mit der Gewissheit, dass sie auch im Einer in der Weltspitze mitfahren kann, freute sich die Sportsoldatin auf den Einsatz im Damenflaggschiff. Nach der drittbesten Vorlaufzeit konnte das deutsche Quartett: Franziska Weber (Potsdam), Tina Dietze (Leipzig), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Verena Hantl im Finale nochmals eine Schippe auflegen. In einem spannenden Wettkampf in dem das ungarische Boot schon schnell die Führung übernahm und auch bis ins Ziel nicht mehr abgab, rang das deutsche Boot die Weißrussinnen im Endspurt nieder. Verena war nach dem Gewinn der Silbermedaille überglücklich: „Es war ein richtig gutes Rennen. Wir haben alles umsetzen können und auch der Schlussspurt war nochmals gut!“
 
Sabrina Hering (Karlsruhe) erkämpfte sich in einem packenden 5.000 Meterrennen den 14. Platz. "Ich bin super zufrieden mit meinem Rennen und einfach nur glücklich, dass ich hier dabei sein konnte!", so die gebürtige Hannoveranerin.
Die Canadierfahrerin Cathrin Dürr schaffte bei ihrer WM-Premiere den 11. Platz über die 200 Meter Sprintstrecke.
 
Herzlichen Glückwunsch allen Athletinnen!

 
 


Sabrina Hering ist U23 Weltmeisterin

06. August 2013: Zudem gewann Hering im Zweierkajak über 500 Meter WM-Silber
Sabrina Hering ist die große Gewinnerin der U23-Weltmeisterschaften
Bei den Weltmeisterschaften der Junioren und U23 Kanuten im kanadischen Welland wurden zum ersten Mal in der Geschichte der International Canoe Federation (ICF) die Weltmeister der unter 23-Jährigen gekürt.
Eine der erfolgreichsten Athletinnen in dieser Altersklasse war zweifelsohne Sabrina Hering von den Rheinbrüdern aus Karlsruhe. Nachdem sie bereits am Samstag mit Nadine Zehe, Dabora Niche (beide Berlin) und Anne Knorr (Leipzig) souverän Weltmeisterin im Viererkajak über 500 Meter wurde, setzte sie heute einen Vize-Weltmeistertitel im Zweierkajak mit Knorr oben drauf.
Sabrina Hering gab nach der Siegerehrung glücklich den Rennverlauf nochmals wieder: „Unser Rennen war sehr gut. Wir sind sehr gut aus dem Start gekommen. Auf der Strecke konnten wir unser Tempo sehr gut halten und am Ende habe ich nochmals einen Endspurt angezogen. Die Russen waren heute einfach stärker als wir.“
Für das russische Team war es eine Revanche für die deutliche Niederlage im Viererkajak. Hier
schaffte das deutsche Quartett tags zuvor einen Start-Ziel-Sieg und ging damit bei der WM-Premiere der U23 Athleten in die Geschichtsbücher der ICF ein.
„Die Mädels sind hier zwei absolut gute Rennen gefahren und haben sich die Titel wirklich hart verdient!“, lobte Ralf Straub, der Auswahltrainer des Junioren und U23 Damenteams, seine Schützlinge.
 
Kimberley Schenk mit sehr gutem 4. Platz
Eine Medaille zwar knapp verpasst aber ein spannendes Rennen lieferte der Viererkajak der Juniorinnen mit der Rheinschwester Kimberley Schenk, Nina Krankemann (Magdeburg), Katharina Köther (Oberhausen) und Antonia Busch (Potsdam). Im Ziel leuchtete für den Nachwuchsvierer des Deutschen Kanuverbands (DKV) der 4. Platz auf der Anzeigetafel auf. „Die Mädels sind mit Abstand das beste Rennen hier in Welland gefahren. Mit ihrem Endspurt haben sie es nochmals spannend gemacht,“ so Ralf Straub unmittelbar nach dem Wettkampf.
Im Einerkajak über 200 Meter erreichte Kimberley Schenk mit einer persönlichen Bestzeit das  B-Finale der Junioren. Das Teamkücken der Rheinbrüder erreichte hier am heutigen Abschlusstag noch einen gut herausgefahrenen 5. Platz.
Ihrer Mannschaftskameradin Julia Ehrenfried war hingegen auch zwei Tage nach dem Semifinal-Aus im Zweierkajak noch nicht zum Lachen zumute. Gemeinsam mit der Magdeburgerin Jasmin Fritz verpassten sie mit dem 4. Platz den Einzug ins Finale über 500 Meter. „Den beiden haben hier leider die Nerven einen Strich durch die Rechnung gemacht!“, analysierte Ralf Straub die Situation des jungen Bootes, welches zum ersten Mal bei einem internationalen Titelkampf an den Start ging.
 
Für Marc Poth, Stadtwerke-Azubi und Juniorennationalfahrer, endete seine WM-Premiere mit einem 9. Platz im Viererkajak über 1.000 Meter. Der Karlsruher erwischte mit Jonathan Gerber, Finn Eidam (beide Potsdam) und Max Lemke (Mannheim) nicht das beste Rennen, tröstet sich aber danach damit, „hier in meinem ersten Jahr Erfahrungen gesammelt zu haben.“  Marc formulierte jedoch noch in Kanada sein Ziel für das nächste Jahr bei der WM in Szeged (Ungarn): „Dort will ich dann eine Medaille!“
 
 
AMR
 


U23 EM Silber für Volz und Dürr

20. Juli 2012: Trotz Wind erfolgreich!
 
Montemor-o-Vehlo/Portugal ist in diesem Jahr Austragungsort der Junioren und U23 Europameisterschaften im Kanurennsport gewesen. Ein erfolgreiches Pflaster für die Kanutinnen der Rheinbrüder Karlsruhe. Mit zwei Medaillen kehren Cathrin Dürr, Kimberley Schenk und Sabine Volz aus Portugal zurück in die Heimat.
Ralf Straub, Rheinbrüder-Trainer und DKV Auswahltrainer der U23-Damen, coachte sein Team zu insgesamt fünf Medaillen davon ein Europameistertitel.

Sabine Volz verteidigte ihren Vize-Europameistertitel im Viererkajak über 500 Meter. Im Vorlauf fuhr das deutsche Quartett aufgrund der schlechten Windverhältnisse auf Platzierung, da der dritte Platz im Vorlauf Bahn 2 im Finale bedeutete. Auf der künstlich angelegten Regattastrecke in Montemor waren leider am gesamten Wochenende die tiefen Bahnen, weil windgeschützter, bevorteilt. Also lies „Windprofessor“ Ralf Straub seine Mädels im Vorlauf taktieren. Dies hatte jedoch zur Folge, dass die Mannschaft mit Schlagfrau Sabine Volz, Debora Niche, Verena Hantl (beide Berlin) und Anne Knorr (Leipzig) vor dem Finale nicht wirklich wussten wo sie im Feld standen. „Wir haben mit Platz zwei bis fünf gerechnet“, so Volz nach dem Finale. Die Ungarinnen waren in diesem Jahr nicht zu schlagen, doch das weißrussische Boot, im letzten Jahr noch Titelträger konnte die deutsche Mannschaft mit einem sehr guten Rennen auf Platz drei verweisen. Überglücklich lagen sich die Damen am Siegersteg dann auch in den Armen. Sabine Volz gestand nach dem Erfolg ein, dass das Taktieren ganz schön viel Druck machte, meinte aber mit einem Lächeln: „Dafür ist die Freude jetzt um so größer!“

Eigentlich wollte sie sich am Abend die zweite Medaille sichern, aber dem deutschen Leichtgewicht machte  der Wind ein Strich durch die Rechnung. Für die 21-Jährige war kaum eine richtige Startstellung möglich, so sehr blies der Wind sie vom Startschuh, am Ende blieb für sie nur der bittere vierte Platz.
Auch ihrer Kollegin Cathrin Dürr machte der Wind im Canadiereiner über 200 Meter zu schaffen. Trotzdem erwischte sie ein perfektes Rennen und sicherte sich hinter der Ungarin Takacs Kincsö den Vize-Europameistertitel. „Das fühlt sich richtig gut an. Bei der EM in Zagreb war die drittplatzierte Tschechin noch ein einhalb Bootslängen vor mir!“, freute sich die 23-Jährige „Indianerin“ aus dem Rheinhafen.

Für das Nationalmannschaftsküken Kimberley Schenk war die Junioren Europameisterschaft und die Vorbereitung darauf ein tolles Erlebnis. Im Zweierkajak über 1.000 Meter schaffte sie mit Vergina Norjak aus Berlin den Finaleinzug und belegte einen guten 8. Platz. Für die 15-Jährige Schülerin des Otto-Hahn Gymnasiums war es ein Jahr um Erfahrungen zu sammeln. Sie kann noch die kommenden beiden Jahren in der Juniorenklasse an den Start gehen und möchte sich dann natürlich wieder für die Nationalmannschaft qualifizieren.
Ralf Straub der „Kimi“ zu Hause trainiert war jedenfalls sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden und natürlich dem Ergebnis der gesamten Mannschaft: „Es war eigentlich alles über meinen Erwartungen. Drei Medaillen für meine Mädels hatte ich angestrebt, dass es nun fünf wurden ist einfach nur traumhaft!“
AMR


EM-Gold & Silber für Kanutinnen

25. Juni 2012: Europameisterschaft für die Kanuten eine gelungene Olympiaprobe
 
Bei den Kanu Europameisterschaften in Zagreb/Kroatien gelang dem deutschen Viererkajak mit Schlagfrau Carolin Leonhardt über die olympischen 500 Meter ein souveräner Sieg.
Mit einer Sekunde Vorsprung distanzierten Leonhardt, Franziska Weber, Katrin Wagner-Augustin und Tina Dietze die amtierenden Europameisterinnen aus Weißrussland. Die Weltmeisterinnen aus Ungarinnen waren sogar über zwei Sekunden hinter dem deutschen Boot.
„Dafür, dass wir vor der EM nur zweimal zusammen im Boot gesessen haben, konnten wir unser Leistungsvermögen ganz gut abrufen. Der Start war diesmal zwar ziemlich lang, aber wir wollten erstmal wegkommen und das Rennen schon aggressiv angehen“, verriet die Mannheimer Schlagfrau nach dem tollen Erfolg ihre Renntaktik.
 
Ebenfalls mit einer Medaille kehrt die Karlsruher Kanutin Silke Hörmann aus der kroatischen Hauptstadt  zurück. Ihr gelang im Einerkajak über 1.000 Meter ein riesen Erfolg mit dem Gewinn des Vize-Europameistertitels.
Über die olympischen 200 Meter startete Hörmann ein weiteres Mal und belegte hier am Ende Rang zwölf. "Die 200 Meter liefen schon mal besser, aber ich hatte es auch nicht so geübt. Die Umstellung von 1.000 auf 200 Meter war dann doch schwerer als gedacht. Das Rennen steckte mir noch sehr in den Knochen," bilanzierte Hörmann kurz vor dem Rückflug das Rennwochenende. 
 
Zurück auf deutschem Boden werden die Kanuten heute direkt nach Mainz zur Olympiaeinkleidung reisen und danach weitere zwei Wochen ins Trainingslager nach Kienbaum.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Silke Hörmann überraschte im K1 mit Silber

 
 


Weltcup: 2x Gold, 1 x Silber für Kanutinnen

28. Mai 2012: Leonhardt für Olympia Qualifiziert, Hörmann & Reinhardt hoffen
 
Der Heim-Weltcup der Kanuten in Duisburg auf der Wedau bescherte dem Deutschen Kanuverband insgesamt vier Siege und acht Podestplätze auf den olympischen Strecken.
Carolin Leonhardt gewann als Schlagfrau mit ihrem Viererkajak über 500 Meter souverän, jedoch fehlten die stärksten Konkurrentinnen aus Ungarn. Trotzdem bedeutete die Goldmedaille gleichfalls das Ticket für Leonhardt für die Olympischen Spiele.
 
Weiterhin um eine Teilnahme zittern müssen Nicole Reinhardt und Silke Hörmann.
Nicole Reinhardt meldete kurz vor ihrem Einerkajakrennen über 500 Meter aus Krankheitsgründen ab. Somit konnte sie den geforderten Leistungsnachweis des DKVs für die Olympia-Nominierung nicht vollbringen. Silke Hörmann erkämpfte sich die Finalteilnahme und belegte den neunten Platz. 
Was dies für beide Athletinnen im Hinblick auf London bedeutet, wird der DKV in dieser Woche bekannt geben.
 
In den nicht-olympischen Strecken erkämpfte sich Carolin Leonhardt im Zweierkajak mit Katrin Wagner-Augustin über die 200 m die Silbermedaille. 
Silke Hörmann und Sabine Volz wurden für die 4x 200 Meterstaffel nominiert, die sie zusammen mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen Tina Dietze und Franziska Weber zeitgleich mit der polnischen Staffel gewannen. 
 
Sabine Volz präsentierte sich außerdem im Einerkajakvergleich über die Sprintdistanz mit einem 7. Platz sehr gut. Sie wird nun den Rest der Saison wieder zum U23 Team stoßen und dort mit der U23 EM (12.-15. Juli) in Portugal ihren Saisonhöhepunkt feiern. 
Ebenfalls bei der U23 EM an den Start darf Canadierfahrerin Cathrin Dürr. Allerdings wird ihr Saisonhöhepunkt die Europameisterschaft (22.-24. Juni) in Zagreb/Kroatien darstellen. Mit ihrem großartigen 5. Platz beim Weltcup in Duisburg hat die 23-Jährige Karlsruherin die Kriterien erfüllt, um vom DKV einen Doppeleinsatz bei beiden internationalen Titelkämpfen zu erhalten. 


Erfolgreicher World Cup in Poznan

21. Mai 2012: Vier OSP-Athletinnen präsentieren sich glänzend
Am Wochenende fand in Poznan/Polen der erste World Cup der Kanurennsportsaison statt. Im vorläufigen Olympiateam und damit startberechtigt für den World Cup waren: Silke Hörmann, Carolin Leonhardt, Nicole Reinhardt und Sabine Volz.
Drei Medaillen und sechs sehr gute Platzierungen sicherte sich das Baden-Württembergische Quartett.
Beste Kanutin war Carolin Leonhardt vom WSV Sandhofen. Sie führte als Schlagfrau den Viererkajak über 500 Meter souverän zum Sieg und musste sich im K2 über 500 Meter zusammen mit Katrin Wagner-Augustin nur ihren Teamkolleginnen Tina Dietze und Franziska Weber geschlagen geben. Dies lösten damit frühzeitig ihr Olympiaticket.
Nicole Reinhardt präsentierte sich, nachdem sie bei den nationalen Qualifikationen krankheitsbedingt nicht antreten konnte, in einer guten Form. Im 500 Meterfinale gewann sie die Bronzemedaille und war damit sehr zufrieden: "Dafür, dass es absolut nicht mein Rennen und nicht meine Bedingungen waren, bin ich sehr glücklich über Bronze!"
Über die Sprintdistanz erzielte sie im B-Finale den 5. Platz. Im gleichen Rennen war das "Sprintküken" Sabine Volz am Start. Nachdem sie im Semifinale nur durch die bessere Zeit ins B-Finale einzog, überraschte sie die komplette Konkurrenz mit einem Blitzstart und am Ende dem 3. Platz.
Ebenfalls im Einerkajak musste sich Silke Hörmann über 500 Meter beweisen. Bei einer Rekordbeteiligung von 52 Starterinnen, hatte sie im Vorfeld bedenken überhaupt ins Semifinale einziehen zu können. Doch die Karlsruherin zeigte drei sehr gute Rennen und sicherte sich am Ende den zweiten Rang im B-Finale. 
Nun geht es am kommenden Wochenende beim World Cup in Duisburg um die endgültige Olympiaqualifikation. In der Woche nach dem World Cup wird der Deutsche Kanu-Verband seine Olympiamannschaft nominieren.
 

 
 


Leonhardt und Hörmann mit starken Qualifikationsleistungen

30. April 2012:  Auch Reinhardt hat weiterhin Chancen auf ein Olympiaticket
Am Wochenende fand die abschließende nationale Qualifikation im Kanurennsport in Duisburg statt.
Carolin Leonhardt und Silke Hörmann zeigten in allen drei Wettbewerben konstant gute Leistungen.
Mit zweimal Platz vier über 500 Meter und einem 6. Rang über die 200m sicherte sich die Mannheimerin Carolin Leonhardt genauso ein Platz im vorläufigen Olympiateam des Deutschen Kanuverbands wie Silke Hörmann. Der Karlsruherin gelangen die Plätze vier, fünf und sechs (200, 2x 500m). Ebenfalls auf sich Aufmerksam machte Sabine Volz. Die 21-Jährige schaffte den Anschluss an die Deutsche Kanuspitze und wurde als Siebtplatzierte der Gesamtrangliste auch ins vorläufige Olympiateam aufgenommen.
 
Wegen einer Erkrankung konnte Nicole Reinhardt abermals nicht an den Start gehen. Nach den normalen Statuten wäre damit ihre Chance auf Olympia vorbei. Der DKV hat jedoch beschlossen, der Weltmeisterin im Einerkajak des vergangenen Jahres, die Möglichkeit auf ein Olympia-Ticket bei den kommenden World Cups in Posen (18.-20.Mai) und Duisburg (25.-27.Mai) zu gewähren. 
 
Für alle vier Kanutinnen des Olympiastützpunkts bedeutet dies, dass sie die erste Hürde zwar geschafft haben, aber der internationale Beweis noch erfolgen muss. Ende Mai nach dem World Cup in Duisburg wird der DKV dann sein endgültiges Olympiateam benennen.
 
Im C1 der Damen konnte sich Cathrin Dürr mit drei Siegen bei drei Starts den einzigen Nationalmannschaftsplatz im Damen-Canadierbereich sichern. 
Damit könnte sie sowohl bei der U23 Europameisterschaft als auch bei der Europameisterschaft der Leistungsklasse starten. Eine Entscheidung wird der DKV nach dem World Cup in Duisburg treffen.
 
Im Juniorenbereich sicherten sich der Neckarsulmer Felix Landes, sowie die Karlsruher Jugendfahrerin Kimberley Schenk ein Platz in der Nationalmannschaft. Für die beiden wird der Höhepunkt die Junioren Europameisterschaften im Juli darstellen.
 
Allen Kanuten herzlichen Glückwunsch!
 

 
 
 


Nicole Reinhardt wird Weltmeisterin

20. August 2011: Bei der Kanu-Weltmeisterschaft holen weiterhin die Damen die Kohlen aus dem Feuer. Mit dem Weltmeistertitel von Nicole Reinhardt im Einerkajak über 500 Meter erpaddelte schon die dritte OSP-Athletin in einer olympischen Bootsklasse eine Medaille. Nach dem Vize-Weltmeistertitel von Carolin & Silke im Viererkajak folgt jetzt die goldene für Nicole.

In einem packenden Rennen distanzierte die Lampertheimerin die Lokalmatadorin Danuta Kozák mit drei Zehnteln.
"Es hätte kein Stück länger sein dürfen!", strahlte Nicole glücklich nach der Siegerehrung in die Menge.
Morgen bleibt ihr nun noch die Chance in der Staffel eine Medaille zu erkämpfen, nachdem sie im im Einerkajak über 200 Meter den Finaleinzug verpasste.
 
Herzlichen Glückwunsch nach Szeged!


Hörmann & Leonhardt gewinnen WM-Silber

19. August 2011: Bei der Weltmeisterschaft in Szeged/Ungarn gewinnt der deutsche Viererkajak der Damen über 500 Meter mit Carolin Leonhardt (Mannheim), Franziska Weber (Potsdam), Tina Dietze (Leipzig) und der Karlsruherin Silke Hörmann die Silbermedaille hinter Ungarn und vor Weißrussland.

Eine Medaille war das ausgesprochene Ziel der Crew. Nach dem misslungenen Vorlauf und nur der viertbesten Zeit kamen am Donnerstag bei den Sportlerinnen schon kleine Sorgenfalten ins Gesicht. Gestern klangen die Worte um Bronze zu fahren aus dem Mund von Hörmann noch wie ein schwer zu verwirklichender Traum.
Heute setzten die vier Damen im Finale dann jedoch ein Ausrufezeichen und bescherten dem Deutschen Kanuverband die erste Medaille an diesem Tag. In einem hoch dramatischen Rennen bei dem die deutsche Mannschaft zur Halbzeit noch auf dem vierten Platz lag, erkämpfte sich das in diesem Jahr neu formierten DKV-Boot nach einem fulminanten Endspurt den Vize-Weltmeistertitel.

Nur noch strahlende Gesichter konnte man bei der Siegerehrung erkennen. Silke Hörmann analysierte den Rennverlauf mit der Medaille um den Hals dann auch ganz salopp: „Wir hatten einfach ein schönes Rennen. Es hat mir richtig Spaß gemacht und ich bin beim Endspurt nicht gestorben!“

Ähnlich sah es auch Schlagfrau Carolin Leonhardt: „Das war heute einfach unser Rennen, vom Start bis ins Ziel!“ Im Gegensatz zu Silke Hörmann wusste die Mannheimerin schon im Ziel, „dass wir die Weißrussinnen gepackt haben!“
 
Für die Olympiastützpunkt-Athletinnen war es ein Auftakt nach Maß. Am Samstag hat zudem Nicole Reinhardt die Chance im Einerkajak über 500 Meter auf´s Podium zu fahren.
Am Sonntag enden dann die Titelkämpfe mit den 200 Meterentscheidungen. Hier werden Carolin Leonhardt und Nicole Reinhardt voraussichtlich nochmals in zwei Endläufen vertreten sein. Nicole im K1 200 Meter und mit Carolin in der 200 Meterstaffel. Die Mannheimer Olympiasiegerin wird außerdem mit Conny Waßmuth im K2 über 200 Meter antreten.
 



Isabel Friedt wird Juniorenweltmeisterin

Bei den Junioren Weltmeisterschaften in Brandenburg an der Havel hat Isabel Friedt Geschichte geschrieben. Im Viererkajak über 500 Meter sicherte sie sich zusammen mit ihren Mannschaftskameradinnen Sophie Hammer, Anna Kowald und Virginia Najork den Weltmeistertitel vor Ungarn und Spanien.

„Das ist einfach nur genial und das noch mit diesem Vorsprung!“, freute sich ihr Heimtrainer Detlef Hofmann. Isabel Friedt selbst ließ nach dem Ziel alle Emotionen raus. Sie jubelte lautstark im Boot und fand im Anschluss an Land kaum Worte: „Es war so ein bombastisches Rennen. Nie ist unser Boot so gut gelaufen wie heute!“

Vom Start an lag der deutsche Vierer auf Goldkurs. Schon auf halber Distanz waren sie den zweitplatzierten Ungarn eine Sekunde davongefahren. Das Publikum auf der sehr gut besuchten Regattabahn in Brandenburg peitschte die deutschen Mädchen mit frenetischem Applaus weiter nach vorne. Am Ende distanzierten sie die Magyaren zwei Sekunden. Dies ist im Kanusport eine Welt und hat bei internationalen Titelkämpfen äußersten seltenheitswert.

Bei der anschließenden Siegerehrung fiel bei Isabel Friedt die ganze Anspannung ab. Bei der deutschen Hymne konnte sie ihre Tränen des Glücks nicht mehr zurückhalten.

Mit Gold und Bronze im Gepäck tritt die 17-Jährige nun die Heimreise nach Karlsruhe an, um sich dann mit ihrer Mannschaft auf die Deutschen Meisterschaften die vom 05.-11. September in München stattfinden werden vorzubereiten. Mit ihrem größten Erfolg bei einer Junioren-Weltmeisterschaft schließt Friedt nun das überaus erfolgreiche Kapitel im internationalen Nachwuchsbereich. Einen kompletten Medaillensatz hat sie bei den beiden Weltmeisterschaften (2009/2011) gesammelt. Ab der nächsten Saison wird sie altersbedingt bei der Leistungsklasse starten.
 



Isabel Friedt gewinnt Bronze bei der Junioren WM

30. Juli 2011:Bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Brandenburg an der Havel fanden heute die Finale über die 1.000 Meter statt.

Die 17-Jährige Isabel Friedt erkämpfte sich in einem spannenden und taktisch hervorragenden Rennen die Bronzemedaille.
Friedt die nach den ersten 250 Meter nur auf 7. Position lag, kämpfte sich Stück für Stück an die Spitzengruppe des Feldes. Doch selbst nach Dreiviertel der Strecke lag sie noch auf dem fünften Platz.

„Es hat lange gedauert bis ich in mein Rennen fand. Ich wollte eigentlich mehr an den beiden Siegerinnen dran bleiben.“, so Friedt.
200 Meter vor dem Ziel zündete die Vize-Europameisterin des vergangenen Jahres dann aber ihren gefürchteten Endspurt. Gegenüber der siegreichen Ungarin Ramona Farkasdi und der zweitplatzierten Belgierin Hermien Peters konnte die Bruchsalerin nichts mehr ausrichten. Die Kanutinnen aus dem Iran und Weißrussland konnte sie jedoch noch rechtzeitig vor der Zielline abfangen.

Auf der windanfälligen Regattastrecke mussten die Athleten immer wieder mit Windböen kämpfen. Auf die Bedingungen angesprochen meinte die sympathische Kajakfahrerin aus dem Rheinhafen: „Das hat mich schon ein paar Mal raus gebracht, aber die Bedingungen hatten die anderen auch. Im Nachhinein bin ich sehr glücklich über Bronze.“
 


Damit hat die Otto-Hahn Gymnasiastin nun schon das zweite JWM-Edelmetall. 2009 wurde sie bereits Vize-Weltmeister im Viererkajak über 500 Meter.
Schon morgen könnte sie diese Medaillenbilanz weiter ausbauen. Als Vorlaufsieger zählt der deutsche Viererkajak über 500 Meter, mit der „Rheinschwester“ zu den Medaillenkandidaten.

Ebenfalls Edelmetall visierte ihr Vereinskamerad Maximilian Hahl mit dem 1.000 Metervierer an, nachdem die Crew um den Karlsruher im Vorlauf einen Sieg und die direkte Finalteilnahme einfuhren.
Im Finale deutete zu Beginn auch alles auf eine Medaille hin. Nach einem sehr guten Start führte die deutsche Mannschaft die ersten 250 Meter, danach hielten sie bis kurz vor Schluss den Bronzerang.
Doch dann fehlte dem jungen Boot die Kraft um das Ergebnis nach Hause zu fahren.
Es siegte Spanien vor Russland und Polen, der DKV-Vierer wurde sechster.

„Das Rennen lief eigentlich wie geplant. Die anderen Nationen hatten am Ende einfach den besseren Endspurt!“, analysierte Max Hahl nach dem Rennen und fügte etwas enttäuscht hinzu, dass „eine Medaille schon schön gewesen wäre.“

Absolut zufrieden zeigte sich hingegen Heimtrainer Detlef Hofmann, der bei der Süddeutschen Meisterschaft in Mannheim per Handy in Sachen Junioren-Weltmeisterschaft auf dem laufenden gehalten wurde: „Die Medaille von Isi ist ein super Erfolg und auch der sechste Platz von Max ist völlig in Ordnung.“
 
Das Olympiastützpunkt-Team gratuliert den beiden recht herzlich!



Sabine Volz wird U23 Vize-Europameisterin im K4 500 m

05. Juli 2011: Sabine Volz steuerte ihren Viererkajak mit Debora Niche, Nicole Beck und Anne Knorr zu einer sensationellen Silbermedaille bei der U23 Europameisterschaft in Zagreb. Wie erwartet war das weißrussische Boot unschlagbar und holte sich somit, zwei Wochen nach dem Europameistertitel, nun auch den U23 Titel.

Das 500 Meterrennen der deutschen Mannschaft war in der Spannung nicht zu überbieten. Das deutsche Boot startete gut verlor jedoch auf der Strecke einige Meter auf die führenden Boote aus Weißrussland, Russland und Ungarn.
„Dies war uns klar. Die anderen fahren eine andere Taktik. Wichtig war, dass sich die Mädels davon nicht verrückt machen ließen!“, so Damenauswahltrainer Ralf Straub der über die Umsetzung seiner Taktikangabe begeistert war, „das war einfach ein perfektes Rennen. Sabine ist den Start schön herausgefahren und dann in einen guten Streckenschlag übergegangen. 180 Meter vor dem Ziel haben sie den Endspurt angezogen! Damit hatte das Boot am Ende den nötigen Speed!“

Dieser fulminante Endspurt, bei dem sich das DKV-Boot mit der Karlsruher-Schlagfrau Meter für Meter an den Russen und Ungarn vorbei schob, sicherte dem deutschen Quartett die Vize- Europameisterschaft vor Ungarn.

Sabine Volz freute sich schon nach der Zielline im Boot ausgelassen mit ihrer Crew. An Land fehlten ihr fast die Worte: „Es war einfach ein super Rennen!“ Viel Zeit zum Jubeln blieb der 20-Jährigen aber nicht, da für sie noch das Finale im Einerkajak über 200 Meter anstand in dem sie sich einen guten 7. Platz erkämpfte.

Grund zur Freude hatte auch Canadierfahrerin Cathrin Dürr nach überstandener Schulterverletzung. In ihrem ersten internationalen Titelrennen über die 200 Meter erwischte sie einen super Start und führte das Feld an. Auf der Strecke kamen die Gegnerinnen dann stark auf, so dass sie etwas zurück fiel, doch ihr Endspurt sicherte ihr die ersehnte Medaille. Hinter der Weißrussin, Katasiarya Herasimenka und der Bulgarin Staniliya Stamenova erkämpfte sie Bronze, nachdem im Ziel die siegreiche Russin wegen des Verlassens der Bahn disqualifiziert wurde. „Am Start habe ich die Schulter gespürt aber jetzt bin ich nur noch glücklich!“, so Cathrin kurz nach dem Rennen voller Freude.

Damit geht für die badischen Kanutinnen die Europameisterschaft mit zwei Medaillen in drei Wettkämpfen sehr erfolgreich zu Ende. Die Bilanz von Landestrainer Ralf Straub war deshalb auch nur positiv: „Mehr hätten wir uns nicht wünschen können. Beide reisen mit einer Medaille zurück nach Karlsruhe!“
 



Hörmann & Leonhardt gewinnen EM-Bronze

20. Juni 2011: Bei der Kanurennsport Europameisterschaft im serbischen Belgrad erkämpfte sich das deutsche Damen -Quartett mit Schlagfrau Carolin Leonhardt (Mannheim), der Karlsruherin Silke Hörmann, Franziska Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) die Bronzemedaille. Nicole Reinhardt  (Lampertheim) musste im Vorfeld der Meisterschaften verletzungsbedingt Absage.

Die beiden OSP-Athletinnen Hörmann und Leonhardt setzen ihr Ziel in die Tat um.
In einem spannenden 500 Meterrennen erwischte das in dieser Saison neuformierte DKV-Boot einen guten Start und zog mit Weißrussland und Ungarn dem restlichen Feld ein Stück davon. Nach der Hälfte der Strecke lag Weißrussland schon deutlich auf Goldkurs, das deutsche und ungarische Team kämpfte mit Portugal um die Medaillen. Im Ziel lagen die Mädels mit dem Bundesadler auf der Brust eine halbe Länge hinter Ungarn auf Rang drei.

„Das war heute das beste Rennen was wir bisher gefahren sind!“, berichtete Schlagfrau Leonhardt im Ziel freudig. Auch für Silke Hörmann war die Bronzemedaille auf alle Fälle ein Erfolg: „Ich bin sehr froh über den dritten Platz. Das ist meine erste Medaille über die olympische Distanz!“

Ein neues Bild bot sich den Zuschauern bei der Siegerehrung des Damenvierers. Bisher haben sich immer die Ungarn und die Deutschen um Gold gestritten, nun stand zum ersten Mal in der Geschichte ein weißrussisches Damenteam ganz oben.
Was für den Zuschauer überraschend kam, war für die 25-Jährige Karlsruherin nichts Neues: „Seit dem Weltcup in Racice wissen wir, dass die Weißrussinnen sehr schnell paddeln können!“
Für das deutsche Team heißt es nun in Richtung Weltmeisterschaft in zwei Monaten weiter kontinuierlich arbeiten um auch in Szeged (Ungarn) eine Medaille für Deutschland zu erpaddeln.



Nicole Reinhardt muss auf EM-Start verzichten

16. Juni 2011: Morgen beginnt die Europameisterschaft in Belgrad (Serbien). Vom Olympiastützpunkt Rhein-Neckar werden Silke Hörmann und Carolin Leonhardt an den Start gehen.
Weltmeisterin Nicole Reinhardt muss aufgrund einer Schulterverletzung auf die Europameisterschaft verzichten: "Es ist nichts Schlimmes, aber es wurde unter den Trainingsbelastungen nicht besser. Daher haben wir uns dafür entschieden das jetzt richtig auszukurieren um mich dann ordentlich auf die WM vorzubereiten zu können."

Hörmann und Leonhardt werden zusammen im olympischen Viererkajak über 500 Meter auf Medaillenjagd gehen.
Außerdem wird die 24-Jährige Karlsruherin ihr Einerdebüt bei einer internationalen Meisterschaft geben. Silke wird über die 1.000 Meterdistanz ins Soloboot steigen. "Ich möchte ins Finale fahren und mich möglichst weit vorne platzieren.", so die Sportsoldatin über ihre Zielsetzung bei ihrer Einer-Premiere.

KANU EM live im Fernsehen:

18. Juni ab 12:45 - 13:45 Uhr ARD - live aus Belgrad: 1.000 Meterentscheidungen

19. Juni ab 12:45 - 13:45 Uhr ARD - live aus Belgrad: 200 & 500 (Aufzeichnung) Meterentscheidungen mit Silke & Carolin
 



Hörmann, Leonhardt und Reinhardt holen vier Medaillen beim Weltcup in Duisburg

31.05.2011: Am Wochenende fand in Duisburg der 3. Weltcup 2011 im  Kanurennsport statt.
Mit dabei waren Silke Hörmann, Carolin Leonhardt und Nicole Reinhardt vom Olympiastützpunkt Rhein-Neckar.

Für die Kanutinnen war dies eine letzte Standortbestimmung vor den Saisonhöhepunkten der Europameisterschaft (16.-19. Juni) und den Weltmeisterschaften (18.- 21. August).

Nicole Reinhardt konzentrierte sich voll und ganz auf ihre beiden olympischen Einerkajak-Einsätze über 200 und 500 Meter.
Am Samstag erkämpfte sie sich bei starkem Rückenwind die Silbermedaille hinter der Amerikanerin Krisztina Zur. "Ich hab sie auf der äußeren Bahn nicht gesehen. Ich dachte, dass ich das Feld anführe. Das ist ein bisschen Schade, denn so hätte ich nochmals beißen können. Aber eigentlich bin ich mit dem Rennen sehr zufrieden!"

Noch glücklicher war Nicole nach dem 200 Meterendlauf und ihrem zweiten Silber.
Sie hatte einen tollen Start erwischt und kämpfte von Beginn an vorne mit der Neuseeländerin Lisa Carrington die am Ende die Nase vorn hatte.
"Ich bin super glücklich. Beim Sprint bist du so abhängig von der Tagesform und den Bedingungen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den 2. Platz schaffe da sehr viele im Feld waren die sich nur auf den Sprint spezialisiert haben!", gab Nicole nach dem Rennen den Journalisten zu Protokoll.

Glücklich waren auch ihre Kameradinnen Silke Hörmann und Carolin Leonhardt. Im Viererkajak über 500 Meter kam es zu einer spektakulären Szene, als den Polinnen die Steuerflosse abging und das Boot auf die deutsche Mannschaft zuschoss. Bis dato lagen beide Boote in Führung. Durch die Kollision kam das deutsche Quarrtet aus dem Rhythmus und konnte trotz tollem Endspurt die siegreichen Engländerinnen nicht mehr einholen.
"So etwas hab ich noch nie erlebt!", meinte Schlagfrau Carolin nach dem Rennen. Bei Silke Hörmann konnte man sogar am Bootsrand einen weißen Kratzer feststellen. "Das war schon der Hammer wie die auf uns zugeschossen sind!", so Hörmann nach dem Rennen.
Vor dem Rennen war das Ziel der Damen die Goldmedaille aber nach diesem folgenschweren Zwischenfall freuten sie sich auch über die Silbermedaille.

Zum Abschluss des Weltcups gab es für Hörmann und Leonhardt noch Bronze in der nicht-olympischen Sprintstaffel hinter Polen und Russland.
 



Starker Weltcupauftritt von Dürr & Volz

Sabine Volz sorgt im Sprint für große Überraschung
Sabine Volz sorgt im Sprint für große Überraschung

23. Mai 2011: Im tschechischen Racice fand am Wochenende der zweite Kanu Weltcup der Saison statt. Von den Rheinbrüdern waren Neuzugang Sabine Volz und Canadierfahrerin Cathrin Dürr mit der deutschen U23-Auswahl am Start.

Volz gelang im Einerkajak über 200 Meter, im mit Welt- und Europameisterinnen gespickten Feld, eine riesen Überraschung. Als Vorlaufsiegerin setzte sie schon zu Beginn des Wettkampfs ein kleines Ausrufezeichen. Im Semifinale wuchs die 20-jährige Wahlkarlsruherin dann aber nochmals über sich hinaus und qualifizierte sich unerwartet für das  A-Finale.
Im Finale hielt sie bis 100 Meter mit dem Feld um die führende Weltmeisterin von 2002 und 2005, Teresa Portela (Portugal), mit. Die erfahrenen Weltcupteilnehmerinnnen hatten auf den zweiten 100 Metern aber das bessere Stehvermögen und konnten den leichten Vorsprung von Volz wieder aufholen. Am Ende stand ein hervorragender achter Platz.

„Eigentlich ist es ein super Erfolg, aber ich habe den Start nicht so hinbekommen, deshalb bin ich nicht ganz zufrieden!“, äußerte sich Sabine Volz nach dem Wettkampf selbstkritisch.
Am Samstag belegte sie bereits mit dem deutschen Damenviererkajak über 500 Meter einen ebenfalls sehr guten achten Platz. 

Auswahltrainer Ralf Straub zog am Ende des Weltcups ein überaus positives Fazit: „Im letzten Jahr war die Mannschaft neunter geworden, dieses Jahr konnte sich der neuformierte Vierer schon einen Rang verbessern. Deshalb bin ich mit den Mädels vollauf zufrieden. Und was Sabine im Einer geleistet hat ist in diesem Weltklassefeld einfach unglaublich gut!“

Ebenfalls erfolgreich beendete Canadierfahrerin Cathrin Dürr ihren ersten Weltcup. Im Einerfinale über 200 Meter musste sie sich einem erstklassigen Damenfeld stellen.
Direkt neben ihr lag die kanadische Weltmeisterin aus dem Vorjahr Laurence Vincent-Lapointe und deren Landsfrau Nicole Haywood.
Die Kanadierinnen belegten im Ziel die ersten beiden Plätze, gefolgt von der Weltcupsiegerin von Poznan, Sophie Cordelier (Frankreich). Danach konnte sich bereits die Karlsruherin mit einer Sekunde Rückstand auf dem vierten Platz einreihen. „Ich bin mit dem Abschneiden sehr glücklich. Ich konnte alles so umsetzen wie ich es wollte und hatte nur am Start ein bisschen Schwierigkeiten. Die Platzierung ist absolut super!“, so die 22-jährige unmittelbar nach dem Wettkampf.

Damit haben die beiden Rheinschwestern ihre erste große internationale Herausforderung in diesem Jahr mit Bravour bestanden und konzentrieren sich nun in den kommenden Wochen auf die Vorbereitung des Saisonhöhepunkts der U23 Europameisterschaft in Zagreb/Kroatien (30.06.-03.07.).


Mehr Informationen zum Weltcup in Racice 2011

Gold und Silber bei Kanu-Weltcupauftakt für Nicole Reinhardt

09. Mai 2011: Kanu-Olympiasiegerin Nicole Reinhardt (Peking 2008) feierte beim ersten Weltcup 2010 in Posen (Polen) eine gelungen Einerpremiere.
Nachdem die Lampertheimerin eine Woche zuvor zweifache Deutsche Meisterin über 200 und 500 Meter wurde, setzte sie ihre Erfolgsfahrt auf dem Maltasee in Posen fort.
2010 wurde sie an gleicher Stelle mit der deutschen Sprintstaffel Weltmeisterin. Nun acht Monate später bekam sie von Bundestrainer Reiner Kiesler die Gelegenheit sich völlig solo zu Beweisen.

Das Vertrauen in sie zahlte die 25-Jährige mit einem souveränen Sieg über die 500 Meterdistanz zurück. Dabei verwies sie die Australierin Alana Nicholls, die Schwedin Sofia Paldanius und die Olympiasiegerin und Vorjahres-Weltmeisterin Inna Osypenko-Radomska aus der Ukraine, mit 1,5 Sekunden Vorsprung,  auf die Plätze.
Auch über 200 m waren  Nicholls, Osypenko-Radomska und die Polin Marta Walczykiewicz die Hauptkonkurrentinnen von Nicole.
Bei einer Renndauer von nur ca. 45 Sekunden, muss vom Start an jede Bewegung optimal ausgeführt werden. Ein Kopf an Kopf Rennen boten sich die vier Kanutinnen bis sie fast zeitgleich die Ziellinie überquerten. Mit 44,86 Sekunden hatte die Polin dann aber die Bootspitze leicht vor Nicole Reinhardt die sich mit 45,07 Sekunden die Silbermedaille, vor der Australierin (45,11 Sek.), erkämpfte.
Damit hat Nicole Reinhardt einen perfelten Einstand in die Weltcupsaison gegeben. Vom 27.-29. Mai findet in Duisburg der einzige deutsche Weltcup statt.
Wir hoffen, dass sich Nicole dann vor heimischem Publikum ähnlich stark präsentieren kann. Dann werden auch Silke Hörmann (Karlsruhe) und Carolin Leonhardt (Mannheim) ins internationale Wettkampfgeschehen eingreifen.
 
 



Nicole Reinhardt wird zweifache Deutsche Meisterin

1. Mai 2011: Bei der letzten nationalen Qualifikation der Kanuten auf der Wedau in Duisburg, welche gleichzeitig der Austragungsort für die Deutsche Einermeisterschaft war, präsentierten sich die Kanutinnen des Olympiastützpunkts Rhein-Neckar hervorragend.
Das Maß aller Dinge bei den Meisterschaften war Nicole Reinhardt. Sowohl über die 200 als auch über die 500 Meter sicherte sie sich souverän den Deutschen Meistertitel. Bei der Sprintdisziplin standen mit Carolin Leonhardt gleich zwei Baden-Württembergische Kanutinnen auf dem Podium. Eine Wiederholung des Erfolgs über die 500 Meter, wurde durch ein Ästchen am Steuer der Olympiasiegerin von Athen  verhindert. Trotz Bremse konnte sich Leonhardt aber noch den fünften Platz sichern. Mit zwei vierten Plätzen rundete die Karlsruherin Silke Hörmann das erfolgreiche Abschneiden unserer Kanutinnen ab.
Damit haben die Drei nicht nur ein sehr gutes Resultat bei der Deutschen  Meisterschaft erzielt, sondern sich gleichfalls die Qualifikation für die A-Nationalmannschaft in diesem Jahr gesichert.

Unterstützt wurden die Kanuten bzw. die Trainer der Baden-Württembergischen Auswahl vor Ort vom Leistungsdiagnostiker des Olympiastützpunkts Hans-Wolfgang Döttling. Seine schnellen Wettkampfauswertungen dienten den Trainern zur genauen Analyse der jeweiligen Rennen und boten die Grundlage für die Verbesserung der Wettkampfstrategien der einzelnen Kanuten.
 
Nicole Reinhardt (Mitte) und Carolin Leonhardt (rechts)
 



WM Kanu/ Nicole Reinhardt gewinnt Gold und Silber

KW 36/ 2010: Vom 19.08.-22.08.2010 fanden im polnischen Posen die Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport statt. Die Lampertheimerin Nicole Reinhardt (WSV Lampertheim) gewann in der Staffel der Damen gemeinsam mit Conny Wassmuth, Tina Dietze und Katrin Wagner-Augustin die Goldmedaille und wurde damit Weltmeisterin. Nachdem es zuvor für den Vierer Kajak über 500m in der Besetzung Nicole Reinhardt, Fanny Fischer , Katrin Wagner-Augustin und Tina Dietzen nur knapp nicht für Gold gereicht hatte, waren die Kanutinnen mit dem Abschneiden in der Staffel am letzten Wettkampftag mehr als zufrieden. Der Vierer-Kajak der Damen gewann in einem starken Rennen über 500m die Silbermedaille und musste sich nur den siegreichen Ungarn geschlagen geben. Über die 200m Sprintstrecke erreichte Nicole Reinhardt einen vierten Platz.
Eine weitere Medaille konnten Carolin Leonhardt (WSV Sandhofen) und Silke Hörmann (Rheinbrüder Karlsruhe) gewinnen. Die neue Crew des Olympiastützpunkt Rhein-Neckar gewann über die 1000m im K2 die Silbermedaille. Über 500m mussten sie sich leider mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.
Der für die Rheinbrüder Karlsruhe startende Stefan Holtz belegte im C1 über 200m den 7.Platz, in der Staffel der Herren den 6.Platz.
 
Wir gratulieren allen zu diesen tollen Erfolgen!
 

 


Leonhardt und Hörmann starten gut in die WM

KW 33/ 2010: Bei den Weltmeisterschaften der Kanuten im polnischen Pozen ist das deutsche Team gut in die Wettkämpfe gestartet. In den Vor- und Zwischenläufen über die 1000m-Distanz am ersten Tag qualifizierten sich alle Einer-Boote, die Kajak-Zweier und der Kajak-Vierer der Herren für die Finals am Samstagvormittag. Durch Rang zwei im Vorlauf schaffte es auch die neue Crew des Olympiastützpunkts Rhein-Neckar mit Carolin Leonhardt (WSV Sandhofen) und Silke Hörmann (Rheinbrüder Karlsruhe) sich für das Finale am Samstag zu qualifizieren.
Heute (20.08.2010) stehen die Vor- und Zwischenläufe über 500m auf dem Programm.
 
Zeitplan, Ferneseh-Sendezeiten, sowie weitere Informationen und Resultate können sie unter www.kanu.de oder www.kayak2010.com abrufen.
 
Wir wünschen dem deutschen Team weiterhin viel Erfolg bei den Weltmeisterschaften!
 



Weltmeisterschaften Kanu/ 4 Athleten vom OSP Rhein-Neckar am Start

KW 33/ 2010: Vom 19.08.-22.08.2010 finden im polnischen Posen die Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport statt. Nach intensiver Vorbereitung in Duisburg startet nun ein 29-köpfiges Team um Chefbundestrainer Rainer Kießler bei den Weltmeisterschaften. Mit dabei sind alle Titelgewinner der Europameisterschaften in Trasona.
Von Seiten des OSP Rhein-Neckar starten vier Athletinnen und Athleten in Posen. Carolin Leonhardt (WSV Sandhofen) wird mit Silke Hörmann (Rheinbrüder Karlsruhe) über die 500m und die 1000m im K2 an den Start gehen. Nicole Reinhardt (WSV Lampertheim) kämpft über die 200m Distanz im K1 und über die 500m Distanz im K4 um Medaillen. Stefan Holtz (Rheinbrüder Karlsruhe) wird im C1 über 200m starten.
Nach ausgiebigen Tests setzt der DKV nun auf die neue Crew des Olympiastützpunkt Rhein-Neckar. „Das Boot läuft gut, Caro und Silke kennen sich seit vielen Jahren, waren auch zusammen schon bei Deutschen Meisterschaften für die RG Baden-Württemberg sehr erfolgreich. Für Medaillen sind sie bei der WM auf jeden Fall gut“, ist Mannheims Coach Charly Riffel gespannt auf die Formation. Während Leonhardt und Hörmann irgendeine Medaille anstreben, geht es bei Reinhardt im K4 ganz klar um Gold.
 
Zeitplan, Ferneseh-Sendezeiten, sowie weitere Informationen und Resultate können sie unter www.kanu.de oder www.kayak2010.com abrufen.
 
Wir wünschen der gesamten Mannschaft viel Erfolg bei den Weltmeisterschaften!
 



Nicole Reinhardt will bei WM in Polen nochmal alles geben

KW 32/ 2010: Nur noch eine Woche fehlt, bis zum sportlichen Höhepunkt der diesjährigen Kanu-Rennsportsaison. Dann startet vom 19. bis 22.8., die Weltelite des Kanurennsports, um im polnischen Poznan die Weltmeisterschaft 2010 auszutragen. Die diesjährige Kanu-Europameisterin, Nicole Reinhardt, fiebert im Trainingslager in Duisburg diesem Highlight entgegen.
„Wir alle hier richten unseren Augenmerk auf die nahende Weltmeisterschaft und die Spannung ist deutlich spürbar“, kommentiert sie ihre Vorbereitung auf die Rennen im Vierer-Kajak über 500m und im Einer über 200m Sprint. Man sei gut vorbereitet und die Einstellung aller vier Frauen des Mannschaftstbootes, optimal.
Nach der Europameisterschaft in Spanien, bei der sich trotz Titelgewinn gezeigt hatte, dass dem Flaggschiff des Deutschen Kanuverbandes noch der letzte Feinschliff fehlte, sei man selbstkritisch und motiviert genug gewesen, um alle Abläufe weiter zu optimieren. „Wir analysierten gemeinsam unser Rennen, sprachen an, was noch zu verbessern ist und setzten uns das gemeinsame Ziel, bei der WM noch einmal alles zu geben“, beschrieb die Lampertheimer Kanutin die Situation im Trainingslager. Wie vor Peking, sei derzeit das Gefühl. Dort habe man olympisches Gold gewonnen und auch jetzt wolle man bei der Titelvergabe ein „Wörtchen mitreden“.
Anders beurteilt Nicole Reinhardt ihre Ausgangslage für das Sprintrennen über djie 200m Distanz. „Hier wäre es vermessen, nur auf Sieg zu fahren“, beurteilt Reinhardt ihre Chancen. Bei einem Sprintrennen ist das Verfolgerfeld viel dichter, entscheiden Sekundenbruchteile über Sieg oder Niederlage, so dass vom Start bis ins Ziel alle Bewegungsabläufe und Bedingungen stimmen müssen. Die deutliche Steigerung bei den Trainings- und Wettkampfzeiten in dieser Disziplin gegenüber dem letzten Jahr bestätigte Reinhardt, bemerkte aber umgehend anerkennend, dass auch ihre Mitkonkurrentinnen stärker geworden seien. „Ich werde den Ball flach halten und will die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Eine Finalteilnahme im Sprintrennen wäre super, eine Medaille fantastisch“, meinte sie und will das Rennen, das gleich nach dem Vierer-Finallauf stattfindet, motiviert fahren und sich überraschen lassen.
Mit der Weltmeisterschaft ist die Kanusaison für Reinhardt aber noch nicht beendet und auch eine Europameisterin holt der Arbeitsalltag ein. Umgehend nach den Titelkämpfen am Sonntag, kehrt die bei der Stadt Lampertheim beschäftigte Verwaltungsangestellte zurück nach Potsdam. Im Rahmen ihrer dort absolvierten beruflichen Fortbildung gilt es auch dort, sich dienstags im Rahmen einer vierstündigen Klausur über das „Recht auf Gefahrenabwehr“ und in der gleichen Woche freitags über „Baurecht“, die „Medaillenränge“ zu sichern. Gleich anschließend steht die Fahrt zur Deutschen Meisterschaft nach Köln an, wo Reinhardt samstags im Zweier- und Vierer-Kajak wiederum um Meistertitel kämpft.
Erst dann hat die Lampertheimerin die Gelegenheit in ihre Heimatstadt zurückzukehren und nach dem Empfang der Sportlerinnen und Sportler des WSV-Lampertheim am 4.9., in den diesjährigen Urlaub zu starten.
Der Zeitplan der Rennen im Vierer-Kajak Damen über 500 m und Einer-Kajak Damen über 200 m Sprint bei der Kanu-WM vom 19. bis 22.8.10 in Poznan/Polen:
Freitag, 20.8.
ab 11.55 Uhr, Vorläufe im K 4 über 500m, Halbfinale ab 15.25 Uhr
Samstag, 21.8.
ab 13.44 Uhr, Vorläufe im K 1 über 200m
Sonntag, 22.8.
9.50 Uhr, B-Finale K 4 über 500m
11.25 Uhr, A-Finale K 4 über 500m
12.08 Uhr, B-Finale K 1 über 200m
12.34 Uhr, A-Finale K 1 über 200m
Internet: www.kayak2010.com
 
 
Pressemitteilung 13.08.2010/ Karl-Hans Kern
 
 
 
 
Die Damenmannschaft des Deutschen Vierer-Kajaks im Trainingslager in Duisburg
v.v.n.h. Fanny Fischer, Nicole Reinhardt, Katrin Wagner-Augustin, Tina Dietze
 

 


Leonhardt und Reinhardt gut in Form

KW 28/ 2010: Carolin Leonhardt vom WSV Sandhofen und Nicole Reinhardt vom WSV Lampertheim haben beim international besetzten Kanusprint in Potsdam ihre gute Form bestätigt. Bei den K.o.-Rennen im 210 m langen Kanal gewann Reinhartdt im K!, im Mixed-Zweier wurde sie zusammen mit Tim Wieskötter zweite. Die Mannheimerin Carolin Leonhardt gewann zusammen mit Franziska Weber im K2.
 
Wir gratulieren Nicole Reinhardt und Carolin Leonhardt zu ihren Siegen!
 



Reinhardt gewinnt Europameistertitel, Leonhardt holt zweimal Bronze

KW 27/ 2010: Vom 02.07.-04.07.2010 fanden die Europameisterschaften der Kanuten in Trasona/ Spanien statt. Die deutschen Kanuten holten sechs Titel, belegten vier zweite und fünf dritte Plätze.
In einem spannenden Rennen über 500m erkämpfte sich der deutsche Kajak-Vierer um die Lampertheimerin Nicole Reinhardt (WSV Lampertheim) den Europameistertitel. Außerdem erreichte Reinhardt mit nur sieben Hundertstel Abstand auf die Siegerin im Kajak-Einer über 200m Platz 5. Die Mannheimerin Carolin Leonhardt (WSV Sandhofen) konnte sich im Kajak Zweier über 200m (mit Fanny Fischer) und über 1000m (mit Tina Dietze) jeweils den Bronze-Rang sichern.
Silke Hörmann (Rheinbrüder Karlsruhe) verpasste nur knapp eine Medaille und belegte im Kajak-Zweier (mit Conny Waßmuth) den vierten Platz. Stefan Holtz (Rheinbrüder Karlsruhe) zeigte über die 200m Sprintstrecke einen guten Start und belegte am Ende Rang fünf.
Vom 19.08.-22.08.2010 finden nun die Weltmeisterschaften in Poznan/ Polen statt.
 
Wir gratulieren Nicole Reinhardt und Carolin Leonhardt zum Gewinn der Medaillen!
 



Reinhardt und Leonhardt heiß auf EM-Medaillen

KW 26/ 2010: Vom 02.07.-04.07.2010 finden die Kanu-Europameisterschaften im spanischen Trasona statt. Für Nicole Reinhardt (WSV Lampertheim) und Carolin Leonhardt (WSV Sandhofen) geht es hier um EM-Medaillen. Nicole Reinhardt startet im Vierer über 500m und rechnet sich hier gute Siegchancen aus. Außerdem startet sie erstmals im Einer über 200m.
Carolin Leonhardt geht bei der EM neue Wege, sie wird in kleineren Booten angreifen. Gemeinsam mit Tina Dietze startet sie im K2 über 1000m. Im K2 über 200m will sie zusammen mit Fanny Fischer bei der Edelmetallvergabe mitreden.
Die Europameisterschaften sind eine Vorstation auf dem Weg zu den Weltmeiseterschaften in Polen vom 19.-22.08.2010.
 
Wir wünschen Caroline Leonhardt und Nicole Reinhardt viel Erfolg bei den Europameisterschaften!
 



Nicole Reinhardt holt EM-Ticket

KW 23/ 2010: Die deutschen Kanuten haben sich einen Monat vor den Europameisterschaften in Spanien beim Heim-Weltcup in Duisburg in bestechender Form gezeigt. 13 erste Plätze, davon 7 in olympischen Disziplinen waren die Ausbeute der deutschen Kanuten am Wochenende. Nicole Reinhardt (WSV Mannheim Sandhofen) gewann im Sprint-Kajak-Einer über 200m und sicherte sich damit ein Ticket für EM und WM. Caroline Hörmann (Rheinbrüder Karlsruhe) setzte sich gemeinsam mit Conny Waßmuth im Zweier über 500 m durch. Aufgrund einer plötzlichen Erkrankung konnte die Mannheimerin Carolin Leonhardt (WSV Mannheim Sandhofen) nicht am Weltcup teilnehmen.
 
Wir gratulieren Nicole Reinhardt und Carolin Hörmann zu diesen tollen Erfolgen!
 



Carolin Leonhardt siegt beim Weltcup-Auftakt der Kanuten in Vichy

KW 19/ 2010: Beim Weltcup-Auftakt der Kanuten in Vichy konnten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit neun Siegen ihre Ausnahmestellung klar unterstreichen. Dies war die erste internationale Standortbestimmung nach Abschluss der nationalen EM- und WM- Qualifikationen. Carolin Leonhardt (Mannheim) konnte hier gleich zweimal feiern. Gemeinsam mit Fischer, Augustin und Dietze gewann sie im Viererkanadier über 500m. Außerdem siegte sie im Zweierkajak über 500 m gemeinsam mit Tina Dietze, hier konnten Silke Hörmann (Karlsruhe) und Conny Wasmuth den dritten Platz belegen. Im Einerkajak über 1000m belegte Silke Hörmann einen guten 3. Platz.
Stefan Holtz (Karlsruhe) konnte beim Weltcup-Auftakt noch nicht in die Medaillenvergabe eingreifen und belegte zweimal Platz 8.
 
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu diesem tollen Weltcup-Auftakt!




Carolin Leonhardt und Nicole Reinhardt auf WM-Kurs

KW 18/ 2010: Bei den deutschen Meisterschaften der Rennsport-Kanuten die am Wochenende in Duisburg stattgefunden haben konnte Carolin Leonhardt (Mannheim) ihrem Ziel sich für den WM-Kader zu qualifizieren, näher kommen.
Mit einem 3. Platz über 500 m und einem ganz knappen 4. Platz über 200m (Kajak-Einer) zeigte sie dem Bundestrainer ihr derzeitiges Leistungsvermögen. Silke Hörmann (Karlsruhe) erreichte über die 500m einen guten 5. Platz. Siegerin über beide Distanzen wurde Fanny Fischer (Potsdam).
Nicole Reinhardt (Lampertheim) konnte als Titelverteidigerin nur tatenlos zusehen, da sie sich im letzten Training vor den Wettbewerben eine schmerzhafte Zerrung im linken Unterarm zuzog. Trotz Verletzung bestätigte Jens Karl, Sportdirektor des Deutschen Kanuverbandes, die Nominierung der Olympiasiegerin.
Bei den Herren musste sich Stefan Holtz (Karlsruhe) im Canadier-Einer über 200 m nur dem Potsdamer Sebastian Brendel geschlagen geben und belegte damit einen guten 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.
Erfreulich aus Sicht des Karlsruher Nachwuchses ist, dass sich mit Verena Hantl, Janina Knebel und Dimitri Tabuev gleich drei Athleten für die U23 Europameisterschaften im August in Moskau qualifizieren konnten.
Wir gratulieren allen Teilnehmern zu diesen tollen Erfolgen!



Olympisches Programm spielt Holtz/Nuck nicht in die Karten

KW 51 Karlsruhe - Vor knapp 120 Tagen jubelten Stefan Holtz und Robert Nuck über ihren ersten WM-Titel im Zweiercanadier über 500 Meter. Kurz vor der WM wurde bekannt, dass die International Kanuföderation diese Disziplin vom Olympischen Programm streichen will. Irritieren ließ sich das Duo von dieser Nachricht nicht. Sie hielten dem hohen Druck, der nach dem EM-Titelgewinn auf ihnen lag, stand und wurden souverän Weltmeister.
Der Gewissheit, dass es diese Disziplin im Olympischen Programm nicht mehr geben wird, folgte letzte Woche die nächste Hiobsbotschaft: Es wird auch keinen olympischen Zweiercanadier über die Sprintstrecke geben. Dieser stand kurzzeitig als olympischer Ersatz im Raum, doch er wurde zugunsten der Einerentscheidung über 200 Meter abgelehnt.
 
Ungeachtet dieses vermeintlichen Rückschlags für das diesjährige Karlsruher Erfolgsduo, reiste Holtz nach Portugal, um sich in warmen Gefilden auf die neue Saison vorzubereiten. Zusammen mit seinem früheren Heimtrainer Jürgen Lickfett und zwei weiteren Nationalfahrern aus Neubrandenburg testete er für den DKV das Trainingsgelände in Lagoa im „Pestana Gramacho Golf – Resort“ an der Algave. Sein Fazit ist gut: „Wir waren hier schnell auf dem Wasser, neben dem Hotel ist gleich ein Kraftraum und Laufen und Gymnastik geht eh überall!“
Doch wer den Wahlkarlsruher kennt, der weiß, dass er sowieso keine großen Ansprüche hat. Dies hat sich auch nach dem Weltmeistertitel nicht geändert. „Wir konnten hier bei schönem Wetter lange Trainingseinheiten auf dem Wasser fahren. Das ist wichtig für die Ausdauer und macht natürlich viel mehr Spaß als bei kaltem Wetter zu hause!“ stellte der Zweimetermann fest. Thomas Lück und Erik Rebstock, beide wurden 2009 Vize-Weltmeister im C4 über 1.000 Meter, waren dabei seine perfekten Trainingspartner. „In einer kleinen Gruppe zu trainieren ist doch sehr angenehm!“ gesteht der Canadierfahrer aus dem Rheinhafen. Während er die Sonne an der Algave genoss, blieb sein Partner Robert Nuck in Deutschland. Im Herbst und Winter hat bei ihm der Berufsweg Priorität und so konnte der Polizeimeisteranwärter nicht ins warme flüchten.
 
Über die Nachricht, dass der Sprintzweier nicht ins Olympische Programm aufgenommen wurde, waren beide natürlich nicht glücklich. Die erste Reaktion von Robert Nuck: „Es ist schade, da es unglaublich viel Spaß gemacht hat. Wir können aber auch die 1.000 Meter fahren. Das haben wir im Training schon bewiesen!“
Detlef Hofmann, Cheftrainer der Rheinbrüder, sieht die Entscheidung ebenfalls gelassen: „die Jungs haben ja noch zweieinhalb Jahre Zeit bis die Olympiaqualifikation vor der Tür steht. Bis dahin kann noch viel passieren. Ob die beiden dann im Zweier über 1.000 Meter die amtierenden Weltmeister Wylenzyek / Leue (Essen / Magdeburg) herausfordern oder Stefan im Sprinteiner angreift - indem er immerhin schon 2007 den 4. Platz bei der WM belegte - steht noch in den Sternen!“
Im Moment sind Spekulationen sowieso nicht angebracht. Im Frühjahr 2010 müssen sich erst einmal wieder alle Leistungsträger des Deutschen Kanuverbands für die Nationalmannschaft qualifizieren. Danach kann man sich dann in Ruhe Gedanken über die Wettkampfstrecken machen!



Deutsche Kanuten glänzen bei Heim-EM in Brandenburg

KW 27 Brandenburg/Havel - Mit zwei Gold-, zwei Silber und drei Bronzemedaillen für den gastgebenden Deutschen Kanu-Verband gingen am Sonntagmittag die Europameisterschaften Kanu-Rennsport in Brandenburg an der Havel zu Ende. Der Zweier-Canadier mit Robert Nuck und Stefan Holtz (beide Karlsruhe) und der Damen-Vierer mit Carolin Leonhardt (Mannheim), Nicole Reinhardt (Lampertheim), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) sorgten vor 4000 enthusiastischen Zuschauern für einen goldenen Abschluss der Wettkämpfe.

Mit einer Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille hatte die deutsche Equipe einen guten Start am ersten Entscheidungstag hingelegt. Fanny Fischer (Potsdam) und Nicole Reinhardt (Lampertheim) gehörten dabei zu den erfolgreichsten deutschen Kanuten nach den 200m-Einzelsprints. Das Erfolgsduo ersprintete sich im K2 nach einem äußerst knappen Rennen die Goldmedaille. Silber holten Sprintweltmeister Jonas Ems (Essen), der sich nur knapp dem Ukrainer Oleg Kharytonov geschlagen geben musste, sowie der K4 der Damen mit Carolin Leonhardt (Mannheim), Conny Waßmuth (Magdeburg), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig), die gegen die Ungarinnen das Nachsehen hatten. Einen Achtungserfolg erpaddelte der deutsche Zweier-Canadier über 200m mit Robert Nuck (Karlsruhe) und Stefan Holtz (Karlsruhe) mit Platz drei.
Auch bei den erstmals im Rahmen einer internationalen Meisterschaft ausgetragenen Staffelwettkämpfen über 4x200m holten die deutschen Kanuten drei Medaillen: Gold für die Damen-Staffel mit Nicole Reinhardt, Fanny Fischer (Potsdam), Katrin Wagner-Augustin und Conny Waßmuth, Silber für die Canadier-Staffel  (Nuck/Holtz/Wendt/Brendel) und auch für die Kajak-Herren (Ems/Lubisch/Bröckl/Rauhe).
Bei den live in der ARD übertragenen 500m-Entscheidungen am Sonntag stachen besonders die Siege des Vierer-Kajaks der Damen mit Carolin Leonhardt, Nicole Reinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Tina Dietze und des Zweier-Canadiers mit Robert Nuck und Stefan Holtz hervor. Auf den Silber-Rang paddelten im Kajak-Einer Katrin Wagner-Augustin bei den Damen und Ronny Rauhe (Potsdam) bei den Herren. Bronze ging an Sebastian Brendel, im Einer-Canadier, Marcus Groß und Hendrik Bertz (beide Berlin) sowie Fanny Fischer und Franziska Weber (beide Potsdam) im Zweier-Kajak.
Im Medaillenspiegel der Europameisterschaft lag Deutschland mit sechs Gold-, neun Silber- und fünf Bronzemedaillen knapp vor Ungarn (6/9/2) und Weißrussland (4/1/1) auf Rang eins. Insgesamt kamen Sportler aus 16 Nationen in die Medaillenränge.  
„Dies waren großartige Meisterschaften mit einer tolle Organisation und vielen begeisterten Fans. Danke an alle Helfer!“, resümierte der Präsident des Europäischen Kanu-Verbandes, Albert Woods (Großbritannien).


 


7 Medaillen bei der Kanu WM in Kanada für Nicole Reinhardt und Carolin Leonhardt

KW 35 Dartmouth, Kanada - Carolin Leonhardt und Nicole Reinhardt konnten insgesamt 7 Medaillen aus Kanada mitbringen! Mit spitzen Leistungen konnte Carolin Leonhardt 3 Medaillen und Nicole Reinhardt gar 4 Medaillen bei der diesjährigen Kanu Weltmeisterschaft in Kanada gewinnen.
Carolin Leonhardt gewann 1x Gold im K4 auf 200m und 2x Silber im K2 über 1000m und im K4 über 500m.
Nicole Reinhardt konnte ebenfalls 1x Gold gewinnen, sowie 3x Silber. Gold gewann sie mit der 4x100m Staffel und die 3x Silber konnte sie sich mit dem K4 über 500m und zwei mal mit dem K2 über 500m und 200m erkämpfen. 
 


Kanu EM in Brandenburg

KW 23 Brandenburg - Bei den Kanu-Rennsport-Europameisterschaften vom 25.-28. Juni in Brandenburg an der Havel wird ein gleich starkes Teilnehmerfeld wie bei den Titelkämpfen 2008 in Mailand erwartet: 35 Nationen haben für die Wettkämpfe auf dem Beetzsee mehr als 500 Sportler gemeldet, hinzu kommen insgesamt noch ca. 200 Betreuer. Alle führenden europäischen Kanunationen, darunter Ungarn, Russland, Weißrussland, Slowakei und Gastgeber Deutschland sind mit von der Partie. Von den Nationen, die im Vorjahr in Italien vertreten waren, fehlen lediglich die Türkei, Luxemburg und Mazedonien. Dafür ist Aserbaidschan zu den teilnehmenden Nationen hinzugekommen. Dem Europäischen Kanu-Verband gehören 43 Nationen an.
„Mit diesem Meldeergebnis wurde unser Ziel von 30 Nationen klar übertroffen“, freute sich OK-Chef Henry Schiffer, „Wir werden hier äußerst spannende Wettkämpfe auf höchsten Niveau erleben können.“ Zahlreiche Olympiasieger von Peking werden auf dem Beetzsee erwartet. Besondere Spannung versprechen jedoch auch die Staffel-Wettbewerbe über 4x200 Meter, die in Brandenburg erstmals bei einer internationalen Meisterschaft ausgetragen werden.
Als erste Mannschaft wird die deutsche Nationalmannschaft, die aus Kienbaum einen entsprechend kurzen Anreiseweg hat, in Brandenburg am 21. Juni 2009 erwartet.
Schiffer sieht seinen Organisationsstab auch ansonsten voll im Plan. „Bisher läuft die Vorbereitung prima, auch die Stadt Brandenburg unterstützt uns in jeder Hinsicht.“ Insgesamt werden für die Veranstaltung 220 meist ehrenamtliche Helfer zum Einsatz kommen. Am gestrigen Mittwoch (3.6.09) konnte bei zweiten Ortstermin mit Radio Berlin Brandenburg (rbb), das mit voraussichtlich 17 Kameras das Signal für die nationale und internationale Fernseh-Live-Übertragung produzieren wird, eine letzte Feinabstimmung vorgenommen werden.
Am übernächsten Wochenende (12.-14- Juni) wird es mit der Ostdeutschen Meisterschaft noch einmal eine Generalprobe für Technik und Team geben, damit beim bedeutendsten Wasser­sport­ereignis des Jahres in Deutschland alles glatt läuft.